Frettchen

Immer öfter erfreuen uns Frettchen in der Kleintiersprechstunde. Hier einige Tipps zur Frettchen-Gesundheit.
Staupe
Im Jahr 2008 gab es vermehrt Staupe-Ausbrüche bei Füchsen und Mardern in verschiedenen Gebieten Deutschlands. Besonders Frettchen sind für diese Krankheit empfänglich und sterben, wenn infiziert, oft trotz Behandlung.
Wie auch bei Hunden lässt sich durch Schutzimpfen eine Staupe-Ansteckung vermeiden. Vor allem Jungtiere sollten rechtzeitig und gründlich grundimmunisiert werden. Empfohlen wird ein Start der Staupe-Schutzimpfung mit der 8. Lebenswoche. 3-4 Wochen danach sollte eine zweite Impfdosis verabreicht werden. Anschließend werden im jährlichen Abstand Nachimpfungen durchgeführt.
Geimpfte Fähen übertragen den Impfschutz in den ersten Lebenswochen auf die Welpen. Es ist angeraten, besonders Zuchtfähen gegen Staupe impfen zu lassen.
Kastration
Wir kastrieren Rüden und Fähen ab einem Alter von etwa zehn Monaten.
Fähen, die nicht zur Zucht zugelassen werden, sollten kastriert werden, um der gefährlichen Dauerranz vorzubeugen.
Ohrmilben (Otodectes cynotis)
Bei Ohrentzündungen von Frettchen und anderen Musteliden sind häufig Ohrmilben beteiligt. Diese sind leicht mikroskopisch erkennbar und sollten gezielt behandelt werden.

